Baumaßnahmen auf dem Campus Benjamin Franklin

Hier erfahren Sie mehr über den Stand der Baumaßnahmen auf unserem Campus Benjamin Franklin.

Sanierung der OP-Säle

Im Rahmen des Masterplans erfolgt bis 2018 die umfangreiche Sanierung der OP-Säle am Campus Benjamin Franklin. Es sind Kosten in Höhe von 19 Millionen Euro angesetzt.

Erster Bauabschnitt erfolgreich abgeschlossen

Im Oktober 2015 hat die Charité fünf modernisierte Operationssäle am Campus Benjamin Franklin eröffnet. Dazu gehört auch ein hochmoderner Hybrid-OP, der mit medizinischer Bildgebung die Präzision gefäßchirurgischer Eingriffe sowie kardiologischer Interventionen weiter verbessert. Zusätzlich zu den Operationssälen sind ein neuer Aufwachraum mit 14 Betten sowie eine Überwachungseinheit mit 12 Betten entstanden. Der neue Bereich wurde insgesamt offener gestaltet und an moderne medizinische Abläufe angepasst. Gleichzeitig konnte mit der umfangreichen Sanierungsmaßnahme die technische Ausstattung grundsätzlich erneuert werden.

Die Modernisierung der fünf Operationssäle erfolgte in einem ersten Bauabschnitt und wurde innerhalb von zwei Jahren bei laufendem Betrieb umgesetzt. In einem zweiten Bauabschnitt werden ab 2017 fünf weitere OP-Säle umgebaut und modernisiert. Ziel der Modernisierungsmaßnahme ist die Erhöhung der Patientensicherheit, die Anhebung der Kapazitäten sowie die Anpassung der technischen Infrastruktur an gegenwärtige und zukünftige Anforderungen.

Aufwachraum (Zur Vergrößerung bitte anklicken!)

Die Sanierungsmaßnahmen erfolgen in mehreren Bauabschnitten bei laufendem Betrieb. Für das gesamte Projekt ist ein Zeitraum bis 2018 vorgesehen.

In der gesamten Maßnahme sind enthalten:

- 10 OP-Säle (davon 2 hybridfähige zur Kombination von Operation und Bildgebungsverfahren

- Aufwachraum/Holding Area und Überwachungseinheit

- Sterile Lager- und Rüstzonen

- Umkleideräume (über sterile Treppe verbunden)

- Raumlufttechnik (betriebskosteneffizient über den OP-Sälen angeordnet)

- Dachsanierung über den OP-Sälen

Umzug der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie

Die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie ist vom Außenstandort Eschenallee in die neu gestalteten Räume am Campus Benjamin Franklin umgezogen. Im Rahmen des Masterplans konnte der Umbau innerhalb von 18 Monaten für insgesamt 11 Millionen Euro realisiert werden.

Für fünf Stationen, zwei Tageskliniken und den Ambulanzbereich sowie das Schlaflabor und die Ergotherapie stehen jetzt rund 5.500 Quadratmeter auf zwei Ebenen zur Verfügung. Die neuen Räumlichkeiten verbinden zeitgemäßen Komfort mit Wohlfühlqualität. Die komfortablen Patientenzimmer verfügen über eigene Bäder und Multimediageräte an jedem Bett und bieten durch die Panoramafenster einen freien Blick über den Teltowkanal. Die Therapie-, Aufenthalts- sowie Speiseräume sind hell und großzügig gestaltet.

 

Mit der Umsetzung dieser Maßnahmen waren ebenso Sanierungsmaßnahmen an den technischen Einrichtungen sowie Modernisierungen der Elektrotechnik verbunden. Die gesamte Maßnahme konnte bis Ende 2014 fertiggestellt werden.

 

Daten und Fakten

Gesamtbauzeit: August 2013 bis Ende 2014

Prognostizierte Kosten: 10,98 Millionen Euro

Maßnahmen im Überblick:

• 5 psychiatrische Stationen (inkl. Mutter-Kind-Einheit)

• Schlaflabor

• Ergotherapie

• Psychiatrische Tagesklinik

• Ambulanz

 

Teilprojekte:

Die psychiatrischen Stationen

Die fünf psychiatrischen Stationen sind weitgehend identisch aufgebaut. Die Patienten werden hier in Ein- und Zwei-Bett-Zimmern betreut. Bei der Umsetzung der Maßnahmen wird auf die vorhandene Struktur des Gebäudes wie auch der Materialien und Bauteile aus dem Bestand Bezug genommen. So wurden die ursprünglichen Türblätter aus Naturhölzern im Sinne des Denkmalschutzes wieder aufgearbeitet und mit den Beschlägen und Drückergarnituren eingebaut.

 

Die gerontologische und die sozial psychiatrische Tagesklinik

Die Tagesklinik und die Ambulanz haben ihren Platz in einer bestehenden Station gefunden. Zur psychiatrischen Tagesklinik gehört die gerontologische und die sozial-psychiatrische Tagesklinik. Mit dem Umbau der Räumlichkeiten wurde auch die technische Gebäudeausrüstung der neugeplanten Nutzung angepasst und erweitert. Zudem konnten auch die Brandschutzanlagen modernisiert werden.

Strangsanierung

Abbildung Rohrleitungen am Campus Benjamin Franklin, 2013

Im Bettenhaus I am Campus Benjamin Franklin wurde innerhalb von acht Wochen eine Strangsanierung durchgeführt und die Gebäudetechnik erneuert. Insbesondere die über 40 Jahre alten Zu- und Abwasserleitungen konnten saniert sowie behindertengerechte Bäder und zusätzliche Toiletten und Duschen eingebaut werden. So wurden beispielsweise 100 Waschbecken in den Patientenzimmern und die alten Handtuchheizkörper in den Stationsbädern ausgetauscht. Die Länge der Rohrleitungen, die erneuert werden musste, betrug 3.320 laufende Meter.

Um die Arbeiten möglichst zügig durchführen zu können, wurde das Bettenhaus I für den Sanierungszeitraum komplett freigezogen und die Stationen überwiegend in das Bettenhaus II verlegt. Die Arbeiten konnten im Februar 2013 beendet und der Regelbetrieb planmäßig wieder aufgenommen werden.

Zahlen und Daten:

Baubeginn: 14. Dezember 2012
Fertigstellung: 14. Februar 2013
Reine Baukosten: rund 2,6 Mio Euro/brutto

Neubau der Ambulanz für Interdisziplinäre Medikamentöse Tumortherapie (IMT)

Im Erdgeschoß des CBF wurden Büroflächen der Verwaltung in eine neue Ambulanz umgebaut. In diesem Bereich mit einer Größe von 765 qm wurden vier zuvor getrennt und provisorisch angesiedelte Funktionseinheiten zusammengeführt: Die IMT und onkologische Ambulanz, die hämatologische Ambulanz, die interdisziplinäre Sprechstunde des Charité Comprehensive Cancer Centers und die Psychoonkologie. Gleichzeitig bildet der neue Bereich den krönenden Abschluß des Ambulanzprojektes am CBF, das alle Polikliniken in räumlicher Nähe zusammengeführt hat. Die IMT ist funktionell optimal für eine Rundum-Versorgung unserer ambulanten Tumorpatienten konzipiert und wurde bereits am ersten Tag begeistert angenommen.

Wartebereich für die Hämatologische Ambulanz und Stammzelltransplantation (zum Vergrößern bitte anklicken)
Infusionstherapieplatz (zum Vergrößern bitte anklicken)

Zahlen & Daten

Bauzeit: September 2010 bis April 2011
Kosten: ca. 1,5 Mio. Euro
Generalplanung: Charité Facility Management GmbH (CFM)
Bauplanung/-leitung: Matthias Zeplin Architekten & Ingenieure

Bettenzimmer mit Blick auf die Sanitärzelle (zum Vergrößern bitte anklicken)
Patientenfreundliches Waschbecken in der Sanitärzelle (zum Vergrößern bitte anklicken)

Standard-Anhebung der Station 40 im Bettenhaus II

Im Rahmen der Standard-Anhebungen der Allgemeinpflege in beiden Bettenhäusern wurde nach den Stationen 36 und 01 nun die dritte Station umgebaut: Die ursprünglichen 3-Bett-Zimmer wurden zu 2-Bett-Zimmern mit eigenen Sanitärzellen mit Dusche, Waschbecken und WC.

Die Station 40A wird durch die Klinik für Infektiologie genutzt, für deren spezifische Erfordernisse fünf Bettenzimmer mit einer Schleusenanlage errichtet wurden, davon zwei Zimmer mit einer Unterdruckanlage.

In der Station 40B werden die gynäkologischen Patientinnen behandelt. Hier erhielten die Sanitärzellen jeweils eine WC/Bidet-Kombination.

Ein Bettenzimmer der Station wurde speziell für Adipositas-Patienten eingerichtet. In diesem Raum können schwergewichtige Patienten mittels einer elektrischen Deckenliftanlage direkt vom Bett in die Sanitärzelle und zurück befördert werden.

Durch den Wegfall eines Stationsbades konnte innerhalb der Station ein freundlicher Patientenaufenthaltsraum geschaffen werden.

Zahlen & Daten:

Nutzfläche: ca. 1.200 qm
Bauzeit: Juni 2010 bis Februar 2011
Baukosten: ca. 2,4 Mio Euro
Planung und Bauleitung:
Sandor Farkas Architekten (Hochbau)
Genius GmbH (Elektroanlagen)
Büro Verdi (Heizung-Lüftung-Sanitär)

Fertigstellung der interdisziplinären Intensivstation 44

Abbildung: Bettenzimmer der neuen interdisziplinären Intensiv- und Wachstation
Abbildung: Die neue interdisziplinäre Intensiv- und Wachstation

Im Oktober 2010 wird nach zwölf Monaten Bauzeit die vollständig zu einer interdisziplinären Intensiv- und Wachstation umgebaute Station 44 mit 30 Betten in Betrieb genommen.

Die Maßnahme wurde mit 3 Mio. Euro aus Mitteln des Konjunkturprogramm II sowie mit weiteren 3 Mio. Euro aus Eigenmitteln der Charité finanziert. Die neue Intensivstation führt damit die seit 1969 in der Operationsabteilung befindlichen Intensiv- und Wachstationen 60 und 61 zusammen und bietet wesentlich verbesserte Voraussetzungen für die intensivmedizinische Therapie in angenehmen und technisch anspruchsvollen neuen Räumlichkeiten. Auch organisatorisch wurde eine wichtige Neuerung eingeführt: Die CharitéCentren 10 (Magen-, Darm-, Nieren- und Stoffwechselmedizin) und 7 (Anästhesiologie, OP-Management und Intensivmedizin) betreiben zukünftig gemeinsam diese interdisziplinäre Intensivstation.

Mit der Inbetriebnahme der neuen Station 44 ist eine wesentliche Voraussetzung für die geplante Sanierung der Operationsabteilung des Campus Benjamin Franklin erfüllt.

Der Umzug der IOP-Stationen 60 und 61 schafft Platz für die Erneuerung der Operationsabteilung. Geplant ist die abschnittsweise Erneuerung der Operationssäle sowie der Umbau der Kernzone zu einer prä- und postoperativen Holding-Area.

Zahlen und Daten:
Nutzfläche: ca. 1.500 m²
Baubeginn: September 2009
Fertigstellung: September 2010
Baukosten: ca. 6 Mio. Euro (davon 3 Mio. Euro aus Konjunkturprogramm II)

Spezialstation für Schlaganfallpatienten (Stroke Unit)

Auf dem Campus Benjamin Franklin wurde in direkter Verbindung zum Schlaganfallforschungs-MRT eine neue Stroke Unit (Spezialstation für Schlaganfall-Patienten) mit zwölf Monitorbetten für die Akutüberwachung von Schlaganfallpatienten eingerichtet. In die neue Station integriert sind eine zentrale Überwachungseinheit und ein Untersuchungsraum für die Duplex-Sonographie.

Die Intensivbetten entsprechen modernsten Anforderungen und machen zum Beispiel eine Langzeit-EKG-Überwachung ebenso möglich wie eine kontinuierliche Hirnstromableitung.

Insgesamt stehen damit auf der Station 25 Betten für Schlaganfallpatienten zur Verfügung.

Fotos: undefinedUwe Steinert
Für eine vergrößerte Darstellung klicken Sie bitte auf die Abbildungen!

Foto: So sieht die neue Spezialstation für Schlaganfall-Patienten auf dem Campus Benjamin Franklin aus
Foto: Zustand nach Fertigstellung der Bauarbeiten

Zahlen & Daten

Baubeginn: Juli 2009
Inbetriebnahme: Januar 2010
Herstellungskosten: 2 Mio. Euro
Architekten: Sandor Farkas Architekten

Nach oben